1 Forschungsprojekte (d/f)

Philippe Hertig, Emanuel von Erlach, Jean-Christophe Zuchuat, Bundesamt für Statistik, Neuenburg / Philipp Notter, Kompetenzzentrum für Bildungsevaluation und Leistungsmessung,

Universität Zürich / Hansjakob Schneider, Andrea Bertschi-Kaufmann, Pädagogische

Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz, Institut Forschung und Entwicklung, Zentrum Lesen, AarauIn der Folge der PISA- und ALL-Studie befassen sich mehrere neue Forschungsarbeiten in der Schweiz mit den Risikofaktoren von Illettrismus und mit der Frage, unter welchen Umständen Jugendliche und Erwachsene trotz ungünstiger Voraussetzungen dennoch solide Schriftfähigkeiten erwerben können. Das Atelier gibt Einblick in Folgestudien auf der Grundlage von ALL und in zwei Forschungsprojekte, die im Rahmen des Nationalfonds-

Schwerpunktprogramms «Sprachenvielfalt und Sprachkompetenz in der Schweiz» begonnen wurden.

2 ICT in der Alphabetisierung und Grundbildung – Neue Herausforderungen und Chancen (d)

Monika Tröster, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, Bonn, DeutschlandDer Einsatz von ICT führt zu Veränderungen in der Praxis. Nachgegangen wird den Fragen, welche neuen Herausforderungen und Chancen sich für die Lehrenden und die Lernenden, aber auch für die Weiterbildungseinrichtungen ergeben. Dabei werden Erfahrungen berücksichtigt,

die im Rahmen des Projekts @lpha (www.die-alpha.de) bei der Entwicklung und dem Einsatz von Lernprogrammen gemacht worden sind.

3 «Wir nehmen alle mit» – Innovative Leseförderung in vielsprachigen Schulen (d)

Barbara Sträuli, Bildungsdirektion des Kantons Zürich, VolksschulamtIn vielen Schulen und Klassen ist die Streuung der Lesekompetenzen sehr gross. Die gleichzeitige Förderung von Leseratten, schwachen Leserinnen und Lesern und solchen mit Deutsch als Zweitsprache stellt hohe Ansprüche an die Lehrpersonen. In diesem Workshop werden Schulen vorgestellt, die eine nachhaltige Leseförderung für alle im Programm führen und Strategien entwickeln, um sprachlich und sozial benachteiligte Schülergruppen in eine allgemeine Kultur des Lesens einzubinden.

4 Schmökernde Kleinkinder! Eine mobile Methode für den Einstieg in die Welt der Bücher für Gross und Klein (f)

Nathalie Athlan, Schweizerisches Institut für Kinder- und Jugendmedien, LausanneIm Alter, in dem das Leben durch unmittelbare Eindrücke bestimmt ist, bietet die Begegnung

mit den belebten Seiten eines Bilderbuches, mit den Worten einer vertrauten Person, die erzählt und Geborgenheit erfahren lässt, den Kleinsten einen idealen Zugang zur Sprache,

zum Erzählen und zur Schrift. Präsentiert wird eine Methode, die in verschiedenen Umgebungen angewendet werden kann.

5 Lesen – Schreiben – Verstehen: Ein Fenster in die weite Welt! Erfahrungen einer Klasse für Brückenangebote aus Basel (d)

Zeynep Yerdelen Fanti, Schule für Brückenangebote, BaselNicht jeder gelesene Text wird verstanden. Wie analysiere ich einen Text? Verstehe ich die Nachrichten im Radio? Was heisst Journalismus in der Schule? Die Lehrerin und einige ihrer Schülerinnen und Schüler berichten von ihren Projekten im Rahmen der Brückenangebote

und zeigen u.a. ihre Mitarbeit an der Migrationszeitung in Basel.

6 Verstehen, was ich lese: Eine Methode, die Schrift zu entdecken (f)

Catherine Wick, Verein Lesen und Schreiben, LausanneAngelika Teuscher, Verein Lesen und Schreiben, LausanneAngesichts der Schwierigkeiten verschiedener Lernender, einfache Texte und Anweisungen

zu verstehen, hat der Verein Lesen und Schreiben eine ausbaufähige Methode zum Erwerb von Strategien für das Leseverständnis entwickelt. Die Lernenden arbeiten in kleinen Gruppen, die nach Kenntnisstand oder Interessengebiet zusammengestellt sind.

7 Der Erwerb der Literalität: von der Theorie zur Praxis (f)

George Hoefflin, Pädagogische Hochschule, Lausanne Martine Auvergne, Erziehungsdepartement, GenfFür Französischsprachige stellt der Erwerb der Lese- und Schreibfähigkeiten eine grosse Herausforderung dar, da die französische Orthografie besonders komplex ist. Es werden Modelle für den Erwerb der Literalität vorgestellt und eine pädagogische Methode präsentiert,

die in einem Genfer Kindergarten eingesetzt wird. Das Verfahren eignet sich besonders

auch für Lernende mit erheblichen Schwierigkeiten.