Foren
Illettrismusprävention und -bekämpfung: Problemlagen und Massnahmen
Expertinnen und Experten aus den Bereichen Frühförderung und Vorschule, Volksschule, Erwachsenenbildung und berufliche Weiterbildung lancieren die vier Foren mit Diskussionsbeiträgen aus ihrer Sicht. Die Beiträge werden ab 15. Mai 2006 auf der Website www.lesenlireleggere.ch aufgeschaltet.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind zur Diskussion eingeladen. Bestimmen Sie das Forum Ihrer Wahl.
1 Den Illettrismus in der Schweiz wirksam bekämpfen! (f/d)
Silvia Grossenbacher, Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung, Aarau
Pier-Angelo Neri, Präsident des Komitees zur Bekämpfung des Illettrismus, Genf
Brigitte Pythoud, Generalsekretärin des Vereins Lesen und Schreiben der Romandie,Dompierre
Das Problem ist bekannt: Zu viele Menschen in der Schweiz verfügen über ungenügende Kompetenzen in Lesen und Schreiben. Die bestehenden Massnahmen sind nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Auf der Grundlage des Konzepts des Schweizerischen Komitees zur Bekämpfung des Illettrismus (Schweizerische UNESCO-Kommission) werden mögliche Ansatzpunkte für einen erfolgreichen Kampf gegen den Illettrismus diskutiert.
2 Sprach- und Schriftlernen in der betrieblichen Weiterbildung (f/d)
Felix Leimgruber, Bereichsleiter Deutsch- und Alphabetisierungskurse ECAP, Basel
Henriette Lerch, Université Ouvrière de Genève
André Schläfli, Direktor Schweizerischer Verband für Weiterbildung, Zürich
Die Ansprüche an die Schriftfähigkeit nehmen in der Arbeitswelt ständig zu. Wie können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der beruflichen oder betrieblichen Weiterbil
dung unterstützt und gezielt gefördert werden? Gefragt sind neue Kurskonzepte und ein Zusammengehen mit Betrieben. Konkrete Ansätze aus Genf und Basel sowie ein Bericht aus Australien lancieren die Diskussion.
3 Frühförderung in Schule und Familie: Frühere Einschulung – Not oder Notwendigkeit? (d – übers. f)
Evelyne Wannack, Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz, Institut Vorschul- und Unterstufe, Liestal
Raphaël Rohner, Präsident der Projektkommission edk-ost-4bis8, Erziehungsdepartement, Schaffhausen
In wiederkehrenden Zyklen – spätestens jedoch seit den PISA-Studien – wird der Ruf nach einer früheren Einschulung laut. Trägt eine frühere Einschulung dazu bei, Ungleichheit zu minimieren? Welche Konsequenzen hat eine frühere Einschulung für die inhaltliche, die pädagogisch-didaktische und die strukturelle Ausrichtung im Bereich der Eingangsstufe? Diesen und weiteren Fragen wird im Rahmen des Forums nachgegangen.
4 Schriftlernen in der Schule: Was Lehrerinnen und Lehrer brauchen, was Schülerinnen und Schüler nötig haben (d)
Urs Schildknecht, Zentralsekretär Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer, Zürich Claudio Nodari, Leiter Institut für Interkulturelle Kommunikation, Zürich
Lesen und Schreiben sind zentrale Ziele der Volksschule. Dass sie nicht mit allen Schülerinnen und Schülern erreicht werden, hat verschiedene Gründe. Sicher ist: Eine Garantie für erfolgreiches Schriftlernen kann die Schule nur dann bieten, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Im Rahmen des Forums werden diese auf der Grundlage des Positionspapiers des Dachverbands Schweizer Lehrerinnen und Lehrer und vor dem Hintergrund langjähriger Projekterfahrungen im Bereich Lese- und Schreibförderung erläutert und diskutiert.


