Studien und Berichte
Kürzlich publizierte Studien und Berichte im Feld der Prävention und Bekämpfung von Illettrismus aus der Schweiz.
Literales Lernen von Erwachsenen im Kontext neuer Medien
Präsentation und Diskussion der Ergebnisse aus dem Projekt «Illettrismus und neue Technologien INT» (2006 - 2009) in Buchform. Das Projekt INT hat eine Lehr- und Lernplattform für Erwachsene mit Lese- und Schreibschwierigkeiten entwickelt und eingesetzt. Bei der Entwicklung wurden sowohl Bedürfnisse der Lernenden wie auch der Kursleitenden aufgenommen. Im Projekt wurden bei den Lernenden, deren Lernentwicklungen, -erfahrungen und -motivationen empirisch untersucht. Die Analysen sollen den mit der Kursentwicklung beauftragten Personen eine – die Praxis ergänzende – Wahrnehmungsdimension erschliessen. Beiträge von Gastautorinnen und -autoren blicken zudem über das INT-Projekt hinaus und runden den Band ab.
Afra Sturm (Hrsg.) 2010: Literales Lernen von Erwachsenen im Kontext neuer Medien. 276 Seiten, br.,
43.50 Fr. / 29.90 €, ISBN 978-3-8309-2380-0
Solange Vorrat: 35.00 Fr. (inkl. Mwst. und Versand in der Schweiz)
Bestellflyer mit Inhaltsübersicht
Bestellen bei: rahel.kaden@fhnw.ch
Zur Website des Folgeprojekts mit dem Schlussbericht aus INT
Grundlagenstudie zur frühkindlichen Bildung in der Schweiz
Frühkindliche Bildung ist ein Schlüsselfaktor für den späteren Lern- und Lebenserfolg und hilft mit, herkunftsbedingte Chancen-ungleichheit zu vermeiden. Eine von der Schweizerischen UNESCO-Kommission in Auftrag gegebene Grundlagenstudie belegt nun, dass die Schweiz im Bereich der frühkindlichen Bildung grossen Aufholbedarf aufweist und im internationalen Vergleich bestenfalls Mittelmass ist.
Weitere Information auf der Website der UNESCO Schweiz
Weiterbildung und Bildungsgutscheine: Resultate aus einem experimentellen Feldversuch
Mit Bildungsgutscheinen lässt sich die Weiterbildungsbeteiligung – auch von bildungsfernen Personen – durchaus steigern. Allerdings gibt es Faktoren, die gegen einen flächendeckenden Einsatz von Gutscheinen sprechen. Weitere Ergebnisse des grossangelegten Feldexperimentes, das die Forschungsstelle für Bildungsökonomie an der Universität Bern (FfB) im Auftrag des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) im 2006 durchgeführt hat, wurden am 23. Februar 2009 veröffentlicht.
Weitere Informationen auf der Website des BBT
Abschluss des Projekts «Illettrismus und neue Technologien»
Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt «Illettrismus und neue Technologien – Schriftlernen in der Nachholbildung» entwickelte eine ICT-gestützte Lehr- und Lernplattform für Erwachsene mit geringen Lese- und Schreibkompetenzen. Die Kurse, die im Kontext der betrieblichen und nicht-betrieblichen Weiterbildung stattfanden, wurden wissenschaftlich begleitet.
Weitere Information auf der Projektwebseite
Der vollständige Projektbericht als PDF
Illettrismus im mittleren Erwachsenenalter
Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramm NFP 56 «Sprachenvielfalt und Sprachkompetenz in der Schweiz» gingen die Forschenden der Frage nach, wie man mit steigendem Lebensalter das Lesen verlernt. Der Schlussbericht dieses Teilprojekts unter dem Titel «Illettrismus im mittleren Erwachsenenalter – Lesekompetenzen und Umgang mit Medien in Arbeit und Freizeit» liegt nun vor.
Weitere Informationen und Schlussbericht
Wie kann die Schule Lese und Schreibkompetenz bei Schülern aus bildungsfernen Schichten fördern?
Kinder aus bildungsfernen Schichten sollen in der Schule die gleichen Chancen beim Lernen des Lesens und Schreibens erhalten wie Kinder aus gebildeten Familien. In diesem Sinn will das Projekt Grundlagen für die Förderung von Kindern mit ungünstigen Voraussetzungen für das Lernen schaffen, damit sie in der späteren beruflichen Entwicklung nicht benachteiligt sind.
Weitere Informationen und Schlussbericht
Ökonomische Kosten von Illettrismus in der Schweiz
Die am 12. April 2007 vorgestellte Studie "Volkswirtschaftliche Kosten der Leseschwäche in der Schweiz" zeigt, dass Illettrismus bedeutende ökonomische Kosten zur Folge hat. Allein das deutlich höhere Arbeitslosigkeitsrisiko der von Illettrismus betroffenen Personen verursacht jährlich volkswirtschaftliche Kosten von 1.1 Milliarden Franken.
Download der Studie von der Website des Büro BASS
Illettrismus - Wenn Lesen ein Problem ist
Der vorliegende Bericht präsentiert einen Überblick über die Thematik ungenügender Kompetenzen im Umgang mit schriftlichen Informationen. Verwendet wird dafür der aus dem Französischen stammende, in der deutschen Sprache aber noch wenig gebräuchliche Begriff "Illettrismus". Der Bericht thematisiert Ursachen und Folgen des Illettrismus, soweit sie bislang erforscht sind. Es wird auch untersucht, wie weit sich Bildungwesen und andere Politikbereiche dieser Problematik bewusst sind. Schliesslich werden innovative Massnahmen zur Prävention und Bekämpfung des Illettrismus in den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen dargestellt.
Grossenbacher, Silvia/Vanhooydonck Stéphanie (2002): Illettrismus. Wenn Lesen ein Problem ist – Hintergründe und Gegenmassnahmen, Trendbericht SKBF Nr. 5, 164 Seiten, SFR 20.– ISBN 3-908117-62-3
Zusammenfassung des Berichts (PDF)


