Referate
Die Referate vom VormittagWelche Befunde liegen im Einzelnen vor, wenn Lesen und Schreiben schwer fallen? Heinz Gilomen, Vizedirektor des Bundesamts für Statistik, zeigte die Lesekompetenz erst einmal in ihrem Zusammenhang auf, verortet im Gefüge der so genannten Schlüsselkompetenzen. Philipp Notter, welche die ALL-Studie im Auftrag des Bundesamts für Statistik erarbeitet hat, stellte auf dieser Grundlage den aktuellen Stand vorhandener Literacy-Kompetenzen in der Schweizer Bevölkerung dar. Jacqueline Lurin hat die entsprechenden Befunde für die Stadt Genf ermittelt; sie zeigte Teile davon. Heinz GilomenSoziologe, Vizedirektor und Mitglied der Geschäftsleitung des Bundesamtes für Statistik, verantwortlich für die Bereiche Gesundheit, Recht, Bildung und Wissenschaft. Prof. invité an der Universität Neuchâtel. Mitglied der schweizerischen Steering Group PISA sowie des internationalen PISA Governing Board (bis 2004). Leitung der schweizerischen Steuerungsgruppe ALL und der internationalen Projektgruppe DeSeCo (bis 2003). Mitglied der Programmbegleitung NFP56 Sprachenvielfalt und Sprachkompetenz sowie der Steuergruppe der schweizerischen Koordinationskonferenz Weiterbildung. Philipp NotterDr. phil., Studium der Islamwissenschaft, der Sinologie und der modernen nahöstlichen Philologie in Freiburg, Bern und Zürich. Zusatzstudium der Psychologie in Zürich. Ab 1985 Assistent und später wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung Angewandte Psychologie des Psychologischen Instituts der Universität Zürich. Seit 1999 auch Mitglied der Geschäftsleitung des Kompetenzzentrums für Bildungsevaluation und Leistungsmessung an der Universität Zürich. Wissenschaftliche Leitung und Koordination der Schweizer Projekte zur IEA Reading Literacy Study, zum International Adult Literacy Survey und zum Adult Literacy and Lifeskills Survey. Jacqueline LurinPsychologin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Stelle für Bildungsforschung im Erziehungsdepartement des Kantons Genf. Koordinatorin der Studie ALL (Adult Literacy and Lifeskills Survey) für den Kanton Genf. Verschiedene Arbeiten zur Evaluation von Unterrichtsmassnahmen und Unterrichtsprogrammen sowie von Schülerinnen- und Schülerleistungen. Teilnahme an der Internationalen Studie IALS (International Adult Literacy Survey) sowie an den Vorbereitungsarbeiten zur internationalen Studie ALL, insbesondere zu den Kompetenzen im Bereich des Problemlösens.
Die Referate vom NachmittagAm Nachmittag standen die konkreten Massnahmen im Vordergrund. Zuerst zweierlei Überblicke: Jener von Heinz Rhyn, dem Leiter des Koordinationsbereichs Qualitätsentwicklung der EDK, über die gesamtschweizerischen und kantonalen Massnahmen zur Sprachförderung in und ausserhalb der Schule und jenen von André Schläfli, dem Direktor des Schweizerischen Verbands für Weiterbildung (SVEB), über das Weiterbildungsangebot für Erwachsene mit ungenügenden Schriftfähigkeiten im jeweiligen politischen Umfeld. Heinz RhynDr. phil., Leiter des Koordinationsbereichs Qualitätsentwicklung im Generalsekretariat der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK). Zuvor Geschäftsleiter im Kompetenzzentrum für Bildungsevaluation und Leistungsmessung an der Universität Zürich. Volksschullehrer, Kinder- und Jugendpsychologe, Erziehungswissenschafter. Diverse Publikationen. André SchläfliDr. phil., Studium der Psychologie und der Pädagogik. Tätigkeit als Berufsberater und Projektleiter für die berufliche Weiterbildung an der Universität Fribourg. Arbeitete als Neuropsychologe am Universitätsspital in Zürich und war anschliessend Leiter der Management- und Lehrlingsausbildung in der UBS. Seit 1992 ist er Direktor des Schweizerischen Verbandes für Weiterbildung (SVEB). Er vertritt die Interessen der Weiterbildung gegenüber Bund, Privaten und Kantonen und entwickelt neue Konzepte und Ideen, wie etwa «Ausbildung der Ausbildenden» oder «Lernfestival». Sein Hauptanliegen ist die Stärkung der Weiterbildung in der Schweiz.
Im zweiten Teil des Nachmittags konnte aus 7 verschiedenen Ateliers ein Angebot ausgesucht werden. |